Ayurveda & Ihr Hund
Empfehlungen vom Experten
Autor: Alakananda Devi, M.B., B.S. (Lond.)
Wie wir, kann Ihr Hund von einer ayurvedischen Sichtweise bezüglich Ernährung und Tagesroutine profitieren. Das beste für Ihren Hund ist, so nah wie möglich am natürlichen Leben eines nicht-domestizierten Hundes leben zu dürfen.

Ernährung
Das Allerwichtigste was man wissen muss ist, ihn roh zu füttern. Trockene Nahrung provoziert VATA weil es trocken und spröde ist. Hunde sind sehr anfällig für Nahrungsmittel-Allergien, wenn sie jeden Tag das selbe zu essen bekommen. Kommerzielle Fertigprodukte (Trockenfutter) enthalten oft tote wiederverwertete Katzen und Hunde, krebs-befallene Teile von Kühen, Fleisch von kranken Tieren (Tierische Nebenerzeugnisse!). Diese Art von Ernährung kann zu vielen Krankheiten führen. Auch kommerzielle feuchte Fertignahrung zum Beispiel in Dosen, enthalten gefährliche tierische Nebenerzeugnisse. Füttern Sie ein gutes Qualitätsprodukt.Hund kochen nicht. Ihre natur-naheste Ernährung ist roh, diese können sie auch am einfachsten verdauen und verstoffwechseln. Wenn Sie keine Möglichkeit haben Ihren Hund roh zu ernähren, wählen Sie ein sehr gutes Nass-Futter. Ihr Hund wird länger, gesünder und glücklicher leben mit rohem Futter.

Meine zusätzlichen Empfehlungen:
Sicher achten Sie auf eine gesunde, ausgewogene und frische Ernährung. Möchten Sie Ihren Hund auch gesund ernähren?
Das ist gar nicht so schwierig: Das Barfen eines Hundes bedarf einer sorgfältigen Studie der nötigen Komponenten. Ist jedoch eine tolle Sache. Wenn Sie nicht barfen wollen oder können, gibt es mittlerweile tolle feuchte Bio-Futter die Sie sich sogar nach Hause liefern lassen können. Wenn Sie Trockenfutter füttern möchten, bitte entscheiden Sie sich für ein kaltgepresstes Futter: Die Komponenten wurden nicht erst erhitzt, um nachher wieder künstliche Vitamine zufügen zu müssen. Auch uns Menschen ist mittlerweile bekannt, dass die künstlichen Vitamine nur im Notfall eingenommen werden sollten.
  • kaltgepresste Futter ganz ohne Getreide, Reis oder Mais. (Diese sind sehr oft für Allergien verantwortlich. Ein Hund benötigt keine Kohlehydrate, diese werden als Füllmittel den Fertigprodukten beigegeben um kostengünstiger produzieren zu können.)
  • Bei kaltgepressten Futter sind die Inhaltsstoffe nicht erhitzt, also naturbelassen - der Natur am nächsten!
  • Füttern Sie immer etwas rohes Fleisch dazu, die Fertigfutter beinhalten in der Regel "nur" ca. 55 % Fleisch, idealerweise soll der Fleischanteil 70-75% sein.
  • Wechseln Sie wie oben beschrieben die Fleischarten, es ist gut für Ihren Hund und es ist viel leckerer und abwechslungsreicher! In der Natur würde Ihr Hund auch nicht jeden Tag Mäuse essen. Machen Sie das Futter immer etwas feucht, es kann besser anvertraut werden.
  • Füttern Sie ab und zu Innereien und Knochen, Kalbs-Gnagibein oder Poulethälse, das bringt Kalzium in die Nahrung und Kauspass!
  • 1-2 Esslöffel Gemüse und Früchte sind gut! Pürieren Sie es jedoch! Ihr Hund kann nicht gut aufspalten, also je feiner die Textur desto besser!
  • Ein kleines Löffelchen Lein-, Oliven- oder Lachsöl ist sehr gut.
  • Ab und an ein rohes Ei ist sehr gut.
  • Cottage-Cheese in ganz kleinen Dosen ist erlaubt, falls es gut vertragen wird.
  • Ein Löffel Quark kann auch gut sein. Verzichten Sie sonst auf Milchprodukte.
  • ein halbes Teelöffelchen Ghee pro Tag ins Futter bewirkt Wunder: Schönes Fell, klare Augen. Ghee wirkt auf Ihren Hund wie auf uns auch!
  • Bei Kausachen achten Sie bitte darauf, dass sie nur getrocknet wurden! Ohne Zusatzstoffe. Manche habe einen Malz-Überzug der zu Durchfall führen kann. Verzichten Sie bitte auf die Fertig-Stengel wo unklar ist was genau drinnen ist! Sie verursachen Allergien und Magenstörungen.
  • Sie können dünne Fleischstreiffchen auch selber im Backofen trocknen, bei 60 Grad ca. 3 Stunden - dann wissen Sie genau was Sie ihrem Hund füttern.
  • Viele Bauernhöfe die selber metzgen haben Tierprodukte, resp. Fleisch für Ihr Tier. Fragen Sie danach, Sie wissen dann genau von welchen Tieren es ist und Sie unterstützen Ihren Nachbar.
  • Ungenutzter Pansen, der enthält super viele Mineralstoffe. Er stinkt fürchterlich aber Hunde lieben es.Nur weil ein Hund keine Verdauungsprobleme anzeigt, heisst es nicht, dass das Futter von guter Qualität ist. Fertigfutter können Medikamente, Fellglänzer etc. beinhalten. (Erinnern Sie sich an den Fall eines an der Grenze aufgehaltenen Lastwagens mit verdorbenen Waren und verschimmeltem Käse an Bord vor ca. 2 Jahren? Er war für Tierfutter bestimmt.)

Für Hunde toxisch:

  • Schokolade
  • Avocado
  • Grüne Peperoni
  • Alle Trauben
Wichtig: Nicht jeder Hund verträgt rohe Nahrung: wenn sie leicht angeköchelt ist, wird er es besser vertragen, so wie auch der Mageninhalt eines gerissenden Tieres schon leicht anverdaut ist.

  Kümmern Sie sich um das Verdauungsfeuer Ihres Hundes
  • Lassen Sie 12-24 Stunden zwischen den Mahlzeiten. Meistens ist 24 Stunden ideal, mit einem kleinen Snack am Abend, ausser ihr Veterinär empfiehlt ausdrücklich mehrere Mahlzeiten.
  • Bringen Sie Ihren Hund zwischen den Fütterungszeiten nicht in Kontakt mit Nahrung.
  • Die Nahrung MUSS raumtemperiert sein bis lauwarm, nie kühlschrank-kalt!
  • Wechseln Sie die Art der Proteine oft. Hunde entwickeln schnell eine Nahrungsmittel-Allergie und sind nicht gemacht für eine Monodiät!
  • Geben Sie ihrem Hund keine Allergene wie Milchprodukte, Weizen, Mais, Soya. Es hat viele hunderte Jahre gebraucht, das wir Menschen diese Nahrungsmittel verdauen können. Ihr Hund hat nicht diesen Entwicklungsstand und wird sehr schnell Allergien entwickeln gegen Tischabfälle und z. Bsp. Hundeguetzli aus dem Tier-Shop
  • Ihr Hund braucht einen ruhigen, sicheren Ort zum essen, wo er sich nicht fürchten muss gestört zu werden.
  • Füttern Sie keine alte, abgestandene Nahrung!
  • Rohe Nahrung ist ideal für Ihren Hund!


 

Bewegung und Gewicht
Geben Sie Ihrem Hund genug Auslauf täglich und lassen Sie in keinesfalls übergewichtig werden! Das eigene Tier übergewichtig werden zu lassen ist die meistverbreitete Tierquälerei unter Hundebesitzern.

Im Ayurveda lehrt uns die Wissenschaft der Doshas, das jedes Lebewesen ein Unikat ist. Es darf jedes für sich angeschaut werden, was seine körperlichen Möglichkeiten sind und seine emotionalen Bedürfnisse. Nicht jeder Labrador ist gesellig, nicht jeder Dalmatiner rennt gerne und nicht jeder Jack Russel spielt gerne bis zum umfallen.

Emotionale Bedürfnisse

Ihr Hund ist ein Gruppen-Tier! Es hat spezielle Bedürfnisse die sich nicht immer mit den Ihren decken müssen. Ihr Hund braucht Gesellschaft und will nicht alleine sein. Wenn Sie Ihren Hund für lange Stunden alleine lassen müssen, ziehen Sie einen zweiten Hund in Betracht, oder eine Katze oder geben Sie ihn in eine gute Tagesstätte für Hunde oder zu jemandem der tagsüber Zeit hat für ihn, am besten auch mit einem Hund.Viele Hunde sind für spezifische Aufgaben gezüchtet worden. Zum Beispiel der Border Collie möchte/muss eine Herde zusammenhalten und bewachen, dann nur ist er glücklich und ausgefüllt. Andersweitig ist es sehr schwierig, ihm ein glückliches Leben ermöglichen zu können.Sprechen Sie liebevoll mit ihrem Hund und trainieren Sie ihn mit Leckerlis und positivem Lob. Ihren Hund anzuschreien oder grob mit ihm zu reden schürt vielleicht seine Aggressivität oder bricht sein Selbstbewusstsein. Für ein gutes Zusammen-Wachsen und eine schöne Mensch-Hund-Freundschaft ist ein liebevoller, geduldiger und freundschaftlicher Umgang nötig.

Lieben Sie Ihr Tier von ganzem Herzen - es gibt keinen Grund es nicht zu tun! Es hat die gleichen Wünsche wir - dazuzugehören und geliebt zu werden.

Schlaf

Gemäss der sozialen Struktur von Hunden in einer Gruppe zu leben, ist ein Ausschluss Ihres Hundes ein Zeichen von Ausgrenzen aus der Gruppe. Dies kann täglich grossen Stress bedeuten. Halten Sie ihren Hund gepflegt, gibt es keinen Grund ihn nicht in seinem eigenen Körbchen bei Ihnen im Schlafzimmer schlafen zu lassen. Er wird es Ihnen danken!

 

Beschwerden und Krankheit
Sorgen Sie dafür, dass Sie jederzeit einen guten Veterinär erreichen können, auch nachts und am Wochenende. Verlangen Sie von keinem Veterinär, dass er alles weiss und alles kann! Fragen Sie in ernsten Fällen einen zweiten Arzt. Suchen Sie sich auch einen guten Tierheilpraktiker, er kennst sich mit Naturheilmitteln aus, die richtig angewendet nebenwirkungsfrei sind! Heute findet man auch schon den einen oder anderen Veterinär, der sich auf Naturmedizin zusätzlich ausgebildet hat - das ist der Idealfall! Er wird Ihren Hund nur mit Chemie behandeln wenn es wirklich nötig ist und mit Antibiotika vorsichtig umgehen.Viele einfachere Beschwerden können mit der Natur korrigiert werden. Jede ernsthafte Krankheit kann mit der Schulmedizin & der Naturmedizin begleitet werden.
Ich wünsche Ihnen von Herzen viel Spass mit ihrem "besten Freund" und wünsche Euch ein langes und gesundes Leben!

 
         
© Susanne Gehrig/2011    Web Design/Programmierung: First Aid Design/CADperformance